Die Judogeschichte



Das Wort Judo setzt sich zusammen aus den japanischen Begriffen ju(=edel, vornehm, sanft) und do (=Weg, Grundsatz, Prinzip). Der Begriff Judo ist also zu übersetzen mit "sanfter Weg". Judo entwickelte sich aus der Disziplin Jiu-Jitsu, einer in Japan gepflegten Form der Selbstverteidigung. Judo beinhaltet eine intensive Fallschule, Würfe, Hebel, Würgegriffe und Festhaltetechniken. Es eignet sich vorzüglich als Breitensport und zur allgemeinen Körperertüchtigung.

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Der Begründer des Judo heißt JIGORO KANO und wurde 1860 in Japan geboren. Er war sehr intelligent und hatte keine Mühe mit seinen Studienfächern, jedoch auf Grund seiner schmächtigen Gestalt wurde er von den älteren Schülern schikaniert.
Seit er ein kleines Kind war hatte er schon von einer Kriegskunst gehört, die in Japan existierte und Jiu-Jitsu genannt wurde. Diese Kriegskunst sollte dazu verhelfen, dass eine körperlich unterlegene Person einen körperlich überlegenen Gegner besiegen konnte. Daher entschied er sich unter allen Umständen Jiu-Jitsu zu erlernen. KANO entwickelte aus Jiu-Jitsu die heutige Disziplin Judo. Er entfernte aus dem überlieferten Jiu-Jitsu die zunächst der Selbstverteidigung dienenden gefährlichen und schmerzhaften Techniken und verbesserte dafür die für einen sportlichen Zweikampf notwendigen Angriffs- und Verteidigungselemente. Professor KANO wollte in seinem Judo nicht nur die Möglichkeit zur körperlichen Betätigung sehen; vielmehr betrachtete er diesen Sport auch als ein
Erziehungssystem zur Ausbildung der Persönlichkeit auf der Grundlage des Zen-Buddhismus. Um seine Erziehungsideale zu verwirklichen, schuf KANO 1882 in Tokio den "Kodokan", die „Schule zum Studium des Weges“.